Quaet-Faslem-Haus

Quaet-Faselm-Haus

Schon immer fiel es aus dem Rahmen: 1821 wurde das vom Architekten Emanuel Bruno Quaet-Faslem im klassizistischen Stil entworfene Wohnhaus auf ehemaligem Stadtwallgebiet an der Leinstraße ganz in der Nähe des Stadtgrabens errichtet. Es ist ein toskanarot verputzter Steinbau mit drei Anbauten entlang der Neuen Wallstraße. Der aus Flamen stammende Königliche Baurat von Hannover war im Zuge der napoleonischen Kriege hier an die Weser gekommen und geblieben und brachte ganz besondere künstlerische und wirtschaftspolitische Ideen in den Mittelweserraum.

Eine 1995 abgeschlossene Sanierung brachte die ursprüngliche Form wie auch die Farbigkeit wieder hervor und machte das Haus zu einem Schmuckstück am ehemaligen Nienburger Leintor. Die Anlage befindet sich im Eigentum der Hoya-Diepholz'schen Landschaft (Historische Ritterschaft) und diese stellt sie seit 1950 dem Nienburger Museum zur Verfügung. Im Hause finden zahlreiche Aktivitäten im Zeichensaal wie auch im museumspädagogischem Arbeitsraum statt. Daneben gibt es original erhaltene farbige französische Deckentapeten, eine Rokoko-Kanzel sowie ein Tapetenzimmer aus gleicher Zeit in sogenannter Grisaillemalerei.

Nicht versäumen sollten alle Besucherinnen und Besucher einen Gang durch den Biedermeiergarten, das Lapidarium mit über 80 behauenen Sandsteinen aus neun Jahrhunderten und das Niedersächsische Spargelmuseum im Rauchhaus auf dem gleichen Gelände.


Luftbild QFH